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Leo A. Nefiodow

1939-2022, war einer der bekanntesten Vertreter der Theorie der langen Wellen und gilt als einer der angesehensten Vordenker der Infor­mations­gesellschaft. Er war seit 1965 in Forschung und Entwick­lung tätig, daneben war er Berater des Bundesmini­steriums für For­schung und Technologie, mehrerer Landesregierungen, inter­natio­naler Organisationen und privater Unternehmen. Zu seinen Schwer­­punk­ten zählten die Zukunftsforschung. 2004 war er Mit­glied der Arbeitsgruppe „Our Future Economy“ des Club of Rome. 2014 wurde er ausgezeichnet mit der Bronze Medaille der International N.D. Kondratieff Foundation und des Institute of Economics der Russischen Akademie der Wissenschaften. 

 

Beruflicher Werdegang (Auswahl)

 

Studium der Kommunikationstechnik an der Technischen Universität Darmstadt. Danach:

*     Von 1965 bis 1967: Bei der Siemens AG im Zentrallabor in München und in der technischen Ausbildung für die Computersysteme Siemens 4004/15 und 4004/25 und 4004/45.

*     Von 1976 bis 1970: Im Forschungslabor der IBM in Böblingen: Entwicklung von Systemsoftware für das Modell IBM 360/25.

*     Von 1970 bis 1973: Im Geschäftsbereich Vertrieb Projekte der IBM in Hamburg. Leitender Berater und Projektleiter für Großprojekte (Reorganisation des Großrechenzentrums der Volkswagen AG in Wolfsburg; Erstellung der Datenbanksoftware für die monatliche Bilanzstatistik der Deutschen Bundesbank in Frankfurt aM; Umstellung der Anwendungsprogramme von dem Betriebssystem IBM/DOS auf IBM/OS bei der Schering AG in Berlin).

 *     Von 1973 bis 2002: In der GMD/Fraunhofer Gesellschaft e.V in Sankt Augustin bei Bonn.

Tätigkeiten in der GMD/ Fraunhofer Gesellschaft (Auswahl):

-      Leiter der Abteilung für Projektmanagement. Wissenschaftliche Begutachtung und Begleitung vom Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMFT) geförderter Projekten der Informationstechnik.

-     Beratung und Unterstützung des BMFT bei der Planung neuer Forschungs- und Technologieprogramme.

-      Vertreter der Bundesrepublik Deutschland im Sachver­ständigenkreis "Softwareindustrie" bei der OECD in Paris.

-     Mitglied in Sachverständigenkreisen der Landesregierungen Schleswig-Holstein und Berlin.  

-      Leiter eines Think-Tanks zu Zukunftsfragen der Wirtschaft und Gesellschaft. Federführende Mitwirkung am Förderprogramm "Informationstechnik 2000" des BMFT. Zahlreiche Publikationen zum fünften und sechsten Kondratieff.

 

1996 erschien die erste Auflage seines Buches "Der sechste Kondratieff". Es war das erste Werk weltweit, das den sechsten Kondratieff identifizierte. Darin beschreibt Nefiodow die ganzheitliche Gesundheit als Auslöser und Träger des sechsten Kondratieffs und gibt Empfehlungen für den Umgang mit den übergreifenden Problemen der Zeit: das Fehlen eines tragfähigen Wachstums­konzeptes in den entwickelten Ländern; hohe Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung; zu niedrige Produktivität im Gesundheitswesen; weltweit zunehmende Unordnung, Kriminalität und Destruktivität.

 

Seit 1996 hat Nefiodow mehr als 100 Publikationen veröffentlicht und mehr als 300 Vorträge über den sechsten Kondratieff gehalten. 2014 erschien die siebte Auflage seines Buches (zusammen mit Simone Nefiodow). Mit seinen Publikationen und Vorträgen hat er die Prognosefähigkeit der Theorie der langen Wellen nachgewiesen und einen richtungweisenden Anstoß zu einer breiten Auseinandersetzung mit der Zukunft gege­ben. Die Länder, Regionen, Unternehmen und Personen, die sich rechtzeitig auf den sechsten Kondratieff ausrichten, werden im 21. Jahrhundert zu den Gewinnern gehören.

Leo Nefiodow
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